39. Schwangerschaftswoche
Es kann jeden Moment losgehen
In der 39. Schwangerschaftswoche misst dein Baby von Kopf bis Fuß etwa 50 Zentimeter. Das durchschnittliche Gewicht liegt inzwischen bei rund 3.200 bis 3.400 Gramm.Bitte denke daran, dass diese Werte lediglich Durchschnittswerte darstellen.
Viele gesunde Babys liegen deutlich darüber oder darunter.
Dein Babys: Die letzten Vorbereitungen
Auch wenn dein Baby bereits vollständig entwickelt ist, nutzt es die letzten Tage im Bauch weiterhin sinnvoll:
- Weitere Fettreserven werden aufgebaut: Diese helfen deinem Baby nach der Geburt dabei, seine Körpertemperatur stabil zu halten.
- Das Immunsystem profitiert von jeder weiteren Woche: Über die Plazenta erhält dein Baby weiterhin wichtige Antikörper von dir.
- Das Gehirn entwickelt sich weiter: Die Gehirnentwicklung läuft bis zur Geburt und darüber hinaus auf Hochtouren.
- Die Organe arbeiten vollständig: Herz, Lunge, Nieren und Verdauungssystem sind bereit für das Leben außerhalb des Mutterleibs.
- Die Sinne sind aktiv: Dein Baby erkennt bereits Stimmen, vertraute Geräusche und reagiert auf Lichtunterschiede.
Dein Körper: Die wichtigsten Veränderungen
Viele Frauen spüren jetzt deutlich, dass sich etwas verändert. Manche bemerken erste Geburtsanzeichen, andere fühlen sich körperlich einfach nur erschöpft.
- Vermehrte Vorwehen: Die Gebärmutter trainiert weiterhin für die Geburt. Der Bauch wird häufiger hart und die Kontraktionen können kräftiger werden.
- Ziehen im Rücken und Unterleib: Viele Frauen berichten über menstruationsähnliche Beschwerden oder Rückenschmerzen.
- Schlafmangel: Die Nächte werden oft noch anstrengender. Häufiges Wasserlassen, eine bequeme Schlafposition zu finden und die Aufregung vor der Geburt machen erholsamen Schlaf schwierig.
- Mehr Druck im Becken: Das Köpfchen drückt tief nach unten und belastet Beckenboden, Blase und Bänder.
- Emotionale Anspannung: Die Vorfreude auf das Baby wächst, gleichzeitig steigt bei vielen Frauen die Nervosität vor der Geburt.
Der Schleimpfropf und andere Geburtsanzeichen
Viele Schwangere achten nun besonders aufmerksam auf mögliche Hinweise, dass die Geburt bevorsteht.
Mögliche Geburtsanzeichen sind:
- Abgang des Schleimpfropfs
- Regelmäßige Wehen
- Blasensprung
- Leichte Schmierblutungen
- Weicher werdender Muttermund
- Verstärkter Druck nach unten
- Durchfall oder Übelkeit kurz vor der Geburt
Wichtig zu wissen: Kein einzelnes Anzeichen kann den genauen Geburtsbeginn vorhersagen. Manche Babys kommen wenige Stunden später zur Welt, andere lassen sich noch mehrere Tage Zeit.
Unser Wohlfühl-Tipp: Plane nicht mehr zu viel
Vielleicht möchtest du noch schnell die Wohnung aufräumen, Einkäufe erledigen oder die letzten Vorbereitungen treffen. Doch jetzt ist der richtige Zeitpunkt, bewusst einen Gang zurückzuschalten.
Versuche, deinen Terminkalender möglichst leer zu halten. Gönne dir ausreichend Ruhepausen und sorge dafür, dass dein Handy geladen, die Kliniktasche griffbereit und wichtige Telefonnummern gespeichert sind. So kannst du entspannt reagieren, wenn die Geburt beginnt.
Häufige Fragen rund um die 39. Schwangerschaftswoche
Woran erkenne ich echte Wehen?
Echte Geburtswehen kommen in regelmäßigen Abständen, werden stärker und dauern zunehmend länger an. Sie verschwinden nicht durch Ruhe, Positionswechsel oder ein warmes Bad.
Kann die Geburt beginnen, ohne dass ich es merke?
Normalerweise nicht. Auch wenn die ersten Wehen anfangs noch leicht sein können, werden sie mit der Zeit deutlich intensiver. Viele Frauen bemerken außerdem weitere Geburtsanzeichen wie Rückenschmerzen, Druck im Becken oder den Abgang des Schleimpfropfs.
Ist es normal, wenn ich plötzlich sehr emotional bin?
Die hormonellen Veränderungen, die körperliche Belastung und die bevorstehende Geburt sorgen bei vielen Frauen für starke Gefühlsschwankungen. Das ist völlig normal.
Muss ich sofort ins Krankenhaus, wenn sich der Schleimpfropf löst?
Der Schleimpfropf kann sich Stunden, Tage oder sogar Wochen vor der Geburt lösen. Erst regelmäßige Wehen oder ein Blasensprung machen eine zeitnahe Vorstellung in der Klinik notwendig.
Wie viele Babys kommen tatsächlich vor dem errechneten Termin?
Nur ein kleiner Teil aller Babys wird exakt am errechneten Geburtstermin geboren. Die meisten Kinder kommen innerhalb der zwei Wochen vor oder nach dem Termin zur Welt.
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