40. Schwangerschaftswoche
Der Geburtstermin ist erreicht
Warum dein Baby den Kalender nicht kennt
Endlich ist er da: der errechnete Geburtstermin. 🥳
Viele Schwangere fiebern diesem Datum entgegen und sind überrascht, wenn der große Tag kommt – und nichts passiert.
Tatsächlich werden nur wenige Babys genau am errechneten Termin geboren. Der Geburtstermin ist keine feste Deadline, sondern lediglich ein statistischer Richtwert. Solange es dir und deinem Baby gut geht, ist es völlig normal, wenn die Geburt noch einige Tage auf sich warten lässt.
Voll entwickelt und bereit für das Leben außerhalb des Bauches
In der 40. Schwangerschaftswoche misst dein Baby durchschnittlich etwa 50 bis 52 Zentimeter und wiegt rund 3.300 bis 3.600 Gramm. Dein Baby ist nun vollständig entwickelt. Die meisten Organe arbeiten bereits eigenständig und warten nur noch darauf, außerhalb des Mutterleibs ihre Aufgaben zu übernehmen.
Dein Baby: Warten auf das Startsignal
Auch wenn dein Baby bereit für die Geburt ist, nutzt es die letzten Tage weiterhin sinnvoll:
- Das Gehirn entwickelt sich weiter: Die Gehirnentwicklung schreitet bis zur Geburt und darüber hinaus kontinuierlich voran.
- Weitere Fettreserven werden aufgebaut: Diese helfen nach der Geburt bei der Temperaturregulation.
- Die Lungen sind einsatzbereit: Die Lungenreife ist abgeschlossen und dein Baby kann selbstständig atmen.
- Das Immunsystem profitiert weiterhin: Über die Plazenta erhält dein Baby noch wichtige Antikörper von dir.
Dein Körper: Die wichtigsten Veränderungen
Viele Frauen erleben diese Woche als emotional besonders intensiv. Die Vorfreude wächst, gleichzeitig wird das Warten oft anstrengender.
- Unregelmäßige Vorwehen: Die Gebärmutter trainiert weiter für die Geburt.
- Verstärkter Druck im Becken: Das Köpfchen liegt häufig sehr tief und belastet Beckenboden und Blase.
- Schlafprobleme: Körperliche Beschwerden und die Aufregung vor der Geburt erschweren oft die Nachtruhe.
- Wassereinlagerungen: Hände, Füße und Knöchel können stärker anschwellen.
- Ungeduld und Anspannung: Viele Schwangere wünschen sich jetzt vor allem, dass es endlich losgeht.
Warum die meisten Babys nicht am errechneten Termin geboren werden
Der errechnete Geburtstermin basiert auf statistischen Durchschnittswerten. Jede Schwangerschaft verläuft jedoch individuell.
Viele Faktoren beeinflussen den tatsächlichen Geburtszeitpunkt:
- Die genaue Einnistung des Embryos
- Individuelle Entwicklung des Babys
- Hormonelle Prozesse zwischen Mutter und Kind
- Genetische Faktoren
- Deshalb kommen die meisten Babys innerhalb eines Zeitraums von etwa zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Termin zur Welt.
Unser Wohlfühl-Tipp
Je näher der Geburtstermin rückt, desto häufiger kommen Nachrichten von Familie und Freunden: „Ist das Baby schon da?"
Versuche, den errechneten Termin als ungefähren Zeitraum statt als festen Tag zu betrachten. Dein Baby hat seinen eigenen Zeitplan. Konzentriere dich auf ausreichend Ruhe, kleine Spaziergänge und schöne Ablenkungen, statt jede Minute auf die ersten Wehen zu warten.
Häufige Fragen rund um die 40. Schwangerschaftswoche
Ist es normal, wenn ich über den Geburtstermin komme?
Tatsächlich werden nur wenige Babys exakt am errechneten Termin geboren. Solange die Untersuchungen unauffällig sind, besteht meist kein Grund zur Sorge.
Welche Untersuchungen finden jetzt statt?
Wenn die Geburt noch nicht begonnen hat, werden meist engmaschigere Kontrollen durchgeführt. Dazu gehören häufig CTG-Untersuchungen, Blutdruckmessungen und Ultraschallkontrollen zur Beurteilung des Fruchtwassers.
Kann ich die Geburt natürlich fördern?
Spaziergänge, leichte Bewegung, Entspannung und körperliche Nähe können unterstützend wirken. Sie lösen jedoch nur dann Wehen aus, wenn dein Körper und dein Baby bereits geburtsbereit sind.
Sollte ich die Bewegungen meines Babys weiterhin beobachten?
Auch nach dem errechneten Termin sollte sich dein Baby täglich bemerkbar machen. Wenn du deutlich weniger Bewegungen wahrnimmst als gewohnt, solltest du deine Hebamme oder Klinik kontaktieren.
Wann wird eine Geburt eingeleitet?
Die genauen Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land, Klinik und individueller Situation. Meist wird eine Einleitung erst nach sorgfältiger medizinischer Abwägung empfohlen, wenn die Schwangerschaft deutlich über den Termin hinausgeht oder besondere Gründe vorliegen.
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